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die Franzosen und ich...

Seit über drei Jahren wohne ich nun in Frankreich. Naja, im Elsass, von dem der Rest von Frankreich behauptet, es sei ja noch fast Deutsch. Dies wiederum wollen die Elsässer aber absolut nicht hören. Der sehr ausgeprägte Nationalstolz ist auch hier zugegen und geht bis 0,0001 mm vor der Grenze zu Deutschland!!! Und wird auch immer kräftig ausgelebt.

An offiziellen Gebäuden wie Mairie (Bürgermeisteramt), Gendarmerie (Polizei) und auch bei den Sapeurs Pompiers (Feuerwehr) ist immer die Bleu-Blanc-Rouge Beflaggung an der Fahnenstange. An wichtigen Feiertagen kommen noch etliche Banner und Wimpel dazu und am 14. Juli, DEM Nationalfeiertag schlechthin, scheinen keine anderen Farben mehr zu existieren ausser Blau, Weiss und Rot. Gefühlte 87 mal an diesem Tag klingt von irgendwo die Marseillaise, Kampfjets malen die Tricolore an den Himmel und der Tag wird mit einem Mega Feuerwerk ausklingen lassen... dagegen ist Silvester ein Kindergeburtstag!

Weiter gehört zum besagten Nationalen Dasein in Frankreich, das andere Fremdsprachen für den Franzosen kaum existieren... im Elsass mal ausgenommen, es war nun mal Deutsch früher und es wird auch noch deutsch gesprochen, sofern der Elsässer gut aufgelegt ist. Ansonsten gilt: wer in Frankreich weiterkommen will, hat gefälligst Französisch zu reden! Englisch ist schon mal gar nicht drin, naja kleine Ausnahmen wie "Bon weekend" oder der im Süden geliebte "Camping" sind eingefranzösischt worden. Aber sonst will der Franzose nicht allzuviel mit dieser Sprache zu tun haben. Ob das aber am Nationalstolz liegt, oder ganz einfach daran, das es total lustig klingt, wenn Franzosen Englisch reden, hab ich noch nicht ganz herausgefunden.

Ansonsten sind die Franzosen aber ein ganz umgängliches Volk wenn man sie nett behandelt, das Laissez- faire wird hier rund um die Uhr ausgelebt.

Wenn ich hier durch die Stadt laufe oder fahre ist immer wieder interessant, wie Franzosen nahezu sämtliche Verkehrsregeln ignorieren können.
In Frankreich sind auf einer Strasse von 500 m Länge ungefähr 10 Zebrastreifen. Soviele kommen in Deutschland auf eine Kleinstadt von 10.000 Einwohnern. Es sollte also möglich sein, hier immer und überall eine Strasse zu überqueren. Weit gefehlt... der Franzose denkt sich wahrscheinlich, das der Fussgänger ja auch den Zebrastreifen 50m weiter hinten nehmen könnte, an dem er (der Autofahrer) ja jetzt vorbei ist... Um ein kleines bisschen Ordnung in die Welt der Zebrastreifen zu bringen, stellt die Stadt Gendarmerie Mitarbeiter ein, von denen jeder einen Zebrastreifen zugeteilt bekommt um dann, wenn Fussgänger die Strassenseite wechseln wollen, die Autos und Motorräder anzuhalten. Ansonsten hätten Fussgänger wirklich geringe Chancen.

Diese Hilfssherriffs sind ansonsten nur zu Dekozwecken in den Innenstädten. Sie sehen wichtig aus in ihren blauen Uniformen, aber wenn es dann was zu regeln gibt, muss doch die richtige Police anrücken.

Des Weiteren sind die Franzosen Weltmeister im ignorieren von Verboten! Viele Deutsche meinen immer, in Frankreich würde es nicht annähernd so viele Verbote geben als in Deutschland!!! Weit gefehlt, es gibt sie genauso wie im Nachbarland, nur hält sich niemand daran. Und es stört auch niemanden, das sich niemand daran hält.

Autofahren unter Alkoholeinfluss... für den Franzosen ist der Aperitif am frühen Mittag noch kein Besäufnis. Auch das Glas Bordeaux zum Mittagessen und das Feierabendbier gehören noch nicht dazu... hier wiederum greifen die Hilfssherriffs ein... und nach zwei, drei Excusez Moi vom Autofahrer lassen sie diesen auch weiterfahren... Happig wird es erst nachts, wenn die richtige Polizei kontrolliert! Sofern sie Lust dazu haben...

Angenehm ist die Ruhe, die von den Franzosen ausgeht. Beim Autofahren wird nicht gehupt, wenn man mal nicht gleich an der Ampel weiterfährt, in Kreisverkehrstrassen, die die Franzosen über alles lieben, ist es kein Thema rein und wieder rauszufahren. Naja in Paris ist es vielleicht für uns Deutsche etwas "ungewohnt", aber nicht unmöglich. Wenn man das System verstanden hat, ist man dann auch wirklich dort abgebogen, wo man abbiegen wollte.
Im Kreisverkehr weiss der Franzose sogar, wie man einen Blinker betätigt... hier wird geblinkt, was das Zeug hält, beim Einfahren und beim Ausfahren. Auf Strassen ohne Kreisverkehr allerdings ist der Blinker überflüssig, als hinterherfahrender hat man schliesslich zu ahnen, wann der Vordermann abbiegen will.

Die Ruhe an der Supermarktkasse in Frankreich mag ich am Meisten. Kein Gezeter, selbst dann nicht, wenn es zehn Kassen gibt, von der nur eine geöffnet hat und dort 27 Leute anstehen. Kein Gedränge, kein Franzose schiebt einen den Einkaufswagen ins Kreuz, jeder wartet geduldig, bis er an der Reihe ist mit bezahlen.
Sollte tatsächlich mal jemand motzen, kann man davon ausgehen, das die Person die Deutsche Staatsbürgerschaft hat!

Deutsche ärgern sich ja gern, wenn sie irgendwo warten müssen. Und manchmal beobachte ich die schadenfreudigen Gesichter der Franzosen, wenn sie mit voller Absicht ungeduldige deutsche in irgendeiner Situation zum Warten zwingen... was gar nicht so selten vorkommt ;-)
Sollte besagter Deutscher sich dann künstlich aufregen, dann kann der Elsässer plötzlich überhaupt kein deutsch mehr...

Also es wird nie langweilig in Frankreich. Es ist immer wieder schön, in einem Strassencafe zu sitzen, einen Cafe au lait zu trinken und die Franzosen zu beobachten.
Oder auch die Deutschen... die grad irgendwo zum Warten gezwungen werden... nichts ist besser, als das Theater des Lebens ;-)

Alors, bonne nuit et a bientot
Goalie1
17.10.14 00:17


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Was ist Christlich... ???

"Gott liebt jeden Einzelnen Menschen"
"Jesus liebt dich"
"Vor Gott sind alle Menschen gleich..."

...aber manche sind gleicher!!!

Naja es mag ja sein, das dieser Gott, wenn es ihn denn gibt, tatsächlich alle gleich liebt. Zumindest wird es immer so gepriesen von seinen Angestellten auf unserem Planeten... allerdings unterscheiden eben diese in Kategorien. Was veranlasst sie dazu? Das immer wieder aktuelle Thema der (Katholischen) Kirche: Homosexualität!

Sind Schwule und Lesben für die Kirche Menschen zweiter Klasse? Ich behaupte ganz klar JA!

Die Katholische Kirche weigert sich (zumindest weitestgehendst), Homosexuelle Paare kirchlich zu trauen. Es gibt wahrlich nicht mehr allzu viele Homos, die gläubig sind (was auch nicht verwunderlich ist...) aber sollte nicht gerade deshalb die Kirche versuchen, die Menschen in ihrer Gemeinde zu halten? Anscheinend hat man es aber nicht nötig, wenn man auf diese Art und Weise aussortiert!

Was genau hat die Kirche eigentlich gegen Homosexuelle? Es fallen immer wieder Worte wie "krank", "abnormal", "unnatürlich", ja sogar "pädophil" wird oft im Zusammenhang mit Schwulen genannt! Wie kommt man auf solche Äußerungen?
Ein Sprichwort sagt "Man schließt gerne von sich auf andere"... ich lass das jetzt mal so im Raum stehen, in Anbetracht der Skandale, die die katholische Kirche schon hatte....

Der "Bund Katholischer Ärzte" preist auf seiner Homepage "Hilfsmaßnahmen" an: Therapien, um von der Homosexualität loszukommen. Ärztliche und Spirituelle Hilfsmöglichkeiten um Ursachen und Gefahren der Homosexualität zu "bekämpfen"!!!

Ich frage mich, ob DAS noch normal ist... Warum liebt denn dieser Gott auch die Homosexuellen, wenn die Katholiken es immer noch nicht können?
Was haben diejenigen, die für die Kirche arbeiten, an den obigen Sätzen nicht verstanden?

Soweit meine Gedanken für heute... mein persönlicher "Gott" liebt mich auf jeden Fall (auch wenn ich seit langem keiner Konfession mehr angehöre)... und bevor ich so heuchlerisch werde, wie es die meisten ach so Christlichen dieser Welt sind, bleib ich lieber "krank" ;-)

In diesem Sinne, einen schönen Abend wünscht
Goalie1
9.10.14 18:43


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